A
Abdruck ->
Abformung
Abformung
In der Zahnarztpraxis mit einer Spezialmasse hergestellte Negativform eines Kiefers zur Weiterverarbeitung durch das Labor.
Abrasion
Abnutzung der Kauflächen durch Kaubewegungen. Ein häufiges, meist unbewusstes Zähneknirschen – vor allem im Schlaf – beschleunigt diesen Abtragungsprozess (->
Bruxismus).
Abszess Abgeschlossene Eitersammlung innerhalb des Gewebes, die durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wird.
AIDS virusbedingte erworbene Immuninsuffizienz (Humane Immunodefizienz Virus – HIV), eine Störung des zellulären Immunsystems; charakterisiert durch das Auftreten von dauerhaften oder wiederkehrenden Krankheiten, die auf Defekte im Immunsystem hinweisen
Air-Flow Zahnreinigung mittels Pulver-Wasserstrahlgerät. Das Druckgerät entfernt mit einem Gemisch aus Luft, Wasser und Natriumcarbonat hartnäckige zum Teil farbintensive Beläge (durch Nahrungs- und Genussmittel wie Tabak, Wein, Kaffee und Tee) auf den Zähnen restlos. Air-Flow ist nicht nur eine mundhygienische Maßnahme im Rahmen der ->
professionellen Zahnreinigung, sondern auch eine ästhetische Methode.
Akupunktur Die bekannteste Methode der traditionellen chinesischen Medizin, bei der mit dünnen Nadeln in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen wird.
Aligner Individuell angefertigte, praktisch unsichtbare Kunststoffschienen zur kieferorthopädischen Behandlung von Schiefstellungen (Harmonieschienen, ->
Invisalign). Beim Invisalign-Behandlungssystem werden die Zähne schrittweise in eine optimale Position bewegt, die vorher mittels dreidimensionaler -> Computersimulation ermittelt wird.
Alveolitis Entzündung des Zahnfachs, im allgemeinen Folgezustand einen Zahnextraktion
Amalgam (zahnärztliche Legierung aus Quecksilber) Das Amalgam ist ein häufig verwendetes, aus unsere Sicht jedoch nicht mehr zeitgemäßes und medizinisch umstrittenes Füllungsmaterial für Zähne
Amalgamsanierung Kontrollierte Herausnahme von Amalgamfüllungen und Ersetzen der Füllungen durch Alternativmaterial wie Gold,- Keramik- oder Kunststoff. Anlass für eine Amalgamsanierung können Materialunverträglichkeiten oder ein wiederholter Austausch der Füllung sein. Bei Unverträglichkeit kann eine Amalgamausleitung aus dem Körper zusätzlich medikamentös sinnvoll sein.
Anästhesie Unempfindlichkeit gegenüber Schmerz-, Temperatur-, Berührungsreizen. Künstliche Ausschaltung der Schmerzempfindlichkeit über Medikamente oder Narkotika
Angst (
Dentalphobie) Die Furcht vor einer zahnärztlichen Behandlung ist weit verbreitet. Häufig sind schlimme Kindheitserinnerungen die Ursache. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten einer „angstfreien“ Sanierung bei vorbelasteten Patienten: so z.B. eine Sanierung in Vollnarkose, in Sedierung oder - wie wir in unserer Praxis bevorzugen - unter Hypnose.
Aphten Aphten sind umschriebene, schmerzhafte durch ein Herpes-Virus verursachte entzündliche Veränderungen der Mundschleimhaut. In der Regel heilen sie innerhalb einer bis zwei Woche von alleine wieder ab.
B
bakterielle Infektion Unter der bakteriellen Infektion versteht man das Eindringen von bakteriellen Mikroorganismen in einen Makroorganismus. Die Bakterien bleiben haften und vermehren sich. Sie sind eine wesentliche Ursache für Erkrankungen im Mund-Kiefer-Bereich. (->
Parodontitis, ->
Karies)
Bass-Technik Zahnputztechnik vor allem zur Reinigung des Zahnhalsbereiches und des umliegenden Zahnfleisches. Bei dieser Technik kommt es zu einer gleichzeitigen Massagewirkung auf das Zahnfleisch (Vibrationstechnik= modifizierte Bass-Technik).
Bleaching Unter einem Bleaching versteht man das schonende optische Aufhellen von durch Tee, Kaffee, Nikotin und Wein dunkel-verfärbten Zahnoberflächen mit Hilfe von Karbamid-Peroxid (Wasserstoff-Superoxid). Die Farbstoffe werden aufgespalten und verlieren damit ihre Farbe. Laut neuesten Studien ist zwar eine vorübergehende Empfindlichkeit der Zähne möglich, jedoch eine Schädigung der Nerven nicht nachgewiesen. Ein effektives Bleaching ist entweder „in Office“ direkt beim Zahnarzt oder mittels individuell gefertigter ->
Kunststoffschienen zu Hause möglich.
Bonusheft Im Bonusheft werden die Kontrolluntersuchungen bei gesetzlich versicherten Patienten, die mindestens einmal jährlich stattfinden sollten, eingetragen. Bei regelmäßigen Eintragungen im Bonusheft hat der Patient einen höheren Zuschussanspruch auf Zahnersatz von der Krankenkasse. Wird das Bonusheft über fünf Jahre regelmäßig geführt, liegt der Zuschuss bei 60%, bei zehn Jahren bei 65%.
Brücke Festsitzende Rekonstruktion mit der eine Lücke in einer Zahnreihe geschlossen werden kann. Die Zähne beiderseits der Lücke werden mit ->
Kronen versorgt und dienen als Stützpfeiler. Die Kronen werden über die Lücke hinweg miteinander verbunden und bilden somit eine Brücke. Der überbrückte Teil (Brückenzwischenglied) wird in Zahnform gestaltet.
Bruxismus Knirschen, Pressen und Mahlen mit den Zähnen außerhalb des Kauaktes (auch im Schlaf) durch psychische Überbelastung. Folgen sind starke ->
Abrasionen, Verspannungen in der Kaumuskulatur und Schädigung des Zahnhalteapparates. ->
Knirscherschienen können die Zähne entlasten und Schaden minimieren.
Buccal zur Wange hin gelegene Zahnfläche
C
Cerec ein Computergesteuertes Konstruktionsverfahren zur Herstellung von vollkeramischen Restauration in einer Sitzung. Der präparierte Zahn wird einer Sitzung optisch abgetastet, die Restauration über den Computer mit einer speziellen Software konstruiert und aus einem vollkeramischen Block ausgefräst. Der Zahn wird somit in einer Sitzung versorgt. Moderne Systeme (Cerec 3D) gewährleisten Präzision und eine optimale funktionelle Gestaltung.
Chlorhexidindigluconat Antiseptikum zur Mundspülung (ParoEx, Chlorhexamed, Corsodyl). Es findet Anwendung in der Chirurgie und Parodontologie zur Nachbehandlung und Desinfektion des Wundbereiches, sowie in der Endodontologie zur gezielten Entfernung spezieller bakterieller Keime.
Composite Unter dem Begriff Composite versteht man zahnfarbene Kunststoff- Füllungsmaterialien, welche mit Hybrid-Glas-Partikeln im Mikro- und Nanobereich gefüllt sind. Durch die Partikel wird die Schrumpfung der Materialien bei der Lichthärtung verringert. Composite haben folgende Vorteile: - optimale Ästhetik, - Stabilisierung der Zahnhartsubstanz, - Möglichkeit zur substanzschonenden Präparation und -Kaustabilität.
Computersimulation Im Vorfeld einer ->
Invisalign-Behandlung lassen sich die geplanten Zahnbewegungen und das Ergebnis einer Therapie graphisch „Imaging“ darstellen. Dadurch kann der Patient das mögliche Ergebnis einer ästhetischen Restauration vorab begutachten.
Contouring von Zähnen eine Methode, mit Kunststoffen (sogenannten ->
Compositen) Zähne so zu modellieren und gestalten, ohne gesunde Zahnhartsubstanz abtragen zu müssen (z.B. bei ->
Diasthema).
D
Demineralisation Entkalkung der Zahnoberfläche durch Säuren. Bei der Karies werden die Säuren durch Bakterien aus Zucker und im Zahnbelag (->
Plaque) eingelagerten Zuckerketten gebildet. (->
Remineralisation)
Dentalphobie Als "Phobie" bezeichnet man in der Psychologie eine übersteigerte Angst, die häufig auftritt und lang anhaltend ist, sowie die persönliche Lebensführung beeinträchtigt. Oft entwickeln Betroffene ein Vermeidungsverhalten um den angstauslösenden Situationen aus dem Weg zu gehen.
Bei der Zahnbehandlungsphobie vermeidet es der Betroffene zu einer Zahnärztlichen Behandlung zu gehen. Gründe dafür können extrem schlechte, traumatische Erfahrungen in der Kindheit oder im späteren Leben sein. Das soziale Umfeld kann ebenso durch eine negative Vorbildfunktion beteiligt sein wie das schlechte Gewissen oder die Kränkung. Der Betroffene erkennt meist die Folgen seiner Handlungweise, den sich verschlechternden Zustand der Mundhygiene und eventuell auftretende Schmerzen, aber ist nur durch sehr hohen Leidensdruck oder Druck durch das soziale Umfeld zu einem Zahnarztbesuch zu bewegen.
Dentin Unter dem Dentin versteht man die den "Zahnkern" bildende Zahnhartsubstanz (weicher als Schmelz). Dieses Dentin ist von kleinsten Dentinkanälchen durchzogen. Bei thermischen oder mechanischen Reizen wird eine Art Wassersäule in den Kanälchen verschoben und als Reiz über die Pulpa als Schmerzempfindungen weitergeleitet. Dieses geschieht schon bei kleinsten Temperaturunterschieden oder Berührungen. Das Dentin wird im Bereich der Zahnkrone vom ->
Zahnschmelz und im Bereich der Wurzel vom ->
Wurzelzement überdeckt.
Dentofaziale Komposition (ganzheitliche Betrachtung der Gesichtspartie) Das Gesicht eines Menschen wird durch das Zusammenspiel von Augen, Nase, Mundpartie und Zähne bestimmt. Die Harmonie und das Zusammenwirken der unterschiedlichen Partien haben Auswirkungen auf die Ausstrahlung des Menschen.
Diasthema Es bezeichnet eine Zahnlücke zwischen den beiden großen Schneidezähnen, welche oft durch ein tief einstrahlendes ->
Lippenbändchen zustande kommt. Bei ästhetischen Problemen kann es durch Zahnverbreiterungen (->
Contouring) mit Hilfe von -> Composite oder dem Kleben von ->
Veneers beseitigt werden.
Distal nach hinten gerichteter Anteil eines Zahnes
Dysgnathie Fehlentwicklung der knöchernen Kieferbasis
E
Eckzahnführung Die oberen Eckzähne führen bei den Unterkieferbewegungen in der Art, dass die Seitenzähne bei Unterkieferbewegungen sofort außer Kontakt geraten. Nur die Eckzähne sind aufgrund ihrer starken Wurzel in der Lage, die auftreffenden Kräfte aufzufangen.
Edelmetalle Gegen chemische Einflüsse sehr widerstandsfähige Metalle, die sich weder in trockener noch in feuchter Umgebung (Mundhöhle) verändern.
Einheilungsphase Sie beschreibt den Zeitraum für die knöcherne Einheilung eines Implantats nach der Einbringung in den Kieferknochen. Die Dauer beträgt einige Monate. Erst danach wird die Versorgung des Implantats mit einer Krone vorgenommen und das Implantat kann belastet werden. ->
Implantat
Einlagefüllung Füllung, die außerhalb des Mundes hergestellt wird. In der Regel werden sie aus Keramik oder Gold gefertigt. ->
Inlay
Endodontie (Endodontologie) Ein Teilgebiet der Zahnmedizin, die sich mit der Anatomie, Pathologie und Therapie des Zahnmarks (Nerven, Blutgefäße und Bindegewebe) befasst ->
Wurzelkanalbehandlung
Entspannungstechniken u.a. Tiefenentspannung, autogenes Training, Meditation, progressive Muskelentspannung ->
Hypnose
Entzündung Komplexe Abwehrreaktion des Gefäßbindegewebes auf Zell- oder Gewebsschäden mit dem Zweck, die schädigenden Einflüsse zu beseitigen oder zu inaktivieren. Die Entzündung zeichnet sich aus durch Rötung, Erwärmung und Schwellung des Gewebes sowie durch Schmerz und eine eingeschränkte Funktion.
Epikutantest (auf der Haut aufliegender Test) Testverfahren, bei dem das vermutliche Allergen mit einem undurchlässigen Pflaster auf die Haut aufgebracht und längere Zeit fixiert wird.
Erhaltungstherapie Maßnahmen zur Festigung des Behandlungserfolges nach einer Zahnfleischbehandlung ->
Parodontaltherapie
Ernährungsberatung Die Ernährungsberatung soll dem Patienten unbewusste Fehler und Probleme aufzeigen und ihm helfen, seine Gewohnheiten zu ändern.
Extraktion Herausziehen eines Zahnes oder auch Fremdkörpers
F
Fädeln Reinigen der Zahnzwischenräume mit Hilfe von Zahnseide
Faserapparat Verbindung des Zahnes zum Knochen; alle Zähne sind über Fasern im Knochenfach aufgehängt. Im Zuge einer ->
Parodontitis wird der Faserapparat entzündungsbedingt geschädigt und der Zahn lockert sich.
Fazialisparese Meist einseitige Lähmung oder Schwäche des die Gesichtsmuskulatur versorgenden Nerven mit der Folge einer Lähmung der Gesichtsmuskulatur
Fehlstellung von Zähnen Vom Idealzustand abweichende Position der Zähne im Zahnbogen
Fernröntgenseitenbild Seitliche Röntgenaufnahme des gesamten Schädels und der Halswirbelsäule zu kieferorthopädischen Diagnostik
Festsitzender Zahnersatz Unter festsitzendem Zahnersatz versteht man ->
Kronen, -> Brücken und ->
Teilkronen aus Metall, Keramik oder Kunststoff, die im Mund auf die beschliffenen Zahnstümpfe mittels eines Spezialklebers oder Zements befestigt werden. Aus diesem Grund nennt man ihn festsitzend. Für die Herstellung von festsitzendem Zahnersatz wird vom Zahnarzt kranke Zahnsubstanz abgeschliffen und die Mundsituation mittels Abformungen auf ein Modell übertragen. Auf diesem Modell wird dann der Zahnersatz mit hohem technischen Aufwand hergestellt. Zum festsitzenden Zahnersatz zählt auch das ->
Implantat.
Festzuschuss Zuschüsse von der gesetzlichen Krankenkasse für medizinisch notwendige Versorgungen, die festgelegten Befunden entsprechen.
Fissur Hügelige Oberflächenbeschaffenheit mit engen Spalten auf den Kauflächen der Backenzähne
Fissurenversiegelung Darunter versteht man die "Lackierung" der Vertiefungen auf der Kaufläche eines Backenzahnes (Fissuren) mit einem Kunststoff. Einer Karies in den tiefen, für die Zahnbürstenborsten oft nicht vollständig erreichbaren Furchen kann so vorgebeugt werden.
Fluoride Salze der zur Remineralisierung von Zähnen und z.T. zur Behandlung empfindlicher Zahnhälse verwendet werden (->
Zahnpasta,->
Fluorspülungen)
Fluorspülung Fluorid beschleunigt die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz (->
Remineralisation), was beginnende Karies im Anfangsstadium rückgängig machen kann. Es verbessert auch die Säureresistenz des Zahnschmelzes und verhindert das Herauslösen von Mineralien (->
Demineralisation). Fluorspülungen mit 0,05% sollten täglich verwandt werden.
Friktion Haftung durch Reibung (z.B. bei ->
Teleskopkronen) zur Befestigung von Zahnersatz
Füllungsmaterial Material zum Füllen eines Zahndefektes. In unserer Praxis favorisieren wir ->
Composites (Kunststoff) zur Stabilisierung eines Zahnes vor der Versorgung mit Zahnersatz oder zu definitiven Versorgung umschriebener Löcher.
Bei größeren Defekten empfehlen wir ->
Inlays aus Keramik. Sie sind biokompatibel, subtanzschonend und durch die Anpassung an die vorhandene Zahnfarbe beinahe unsichtbar.
Funktionsanalyse Diagnostisches Vorgehen mit dem Ziel, funktionelle Störungen im Bewegungsablauf und krankhafte Reaktionen in den Geweben (Muskulatur, Zähne und Kiefergelenk) zu erkennen. Ziel der folgenden Funktionstherapie ist die Schaffung eines harmonischen Ablaufs der Kaufunktion.
G
Gangrän Absterben von Gewebe; in der Zahnmedizin das Absterben des Zahnnerven durch äußere Einflüsse (mechanische oder thermische Schädigung, bakterielle Infektion). Eine ->
Wurzelkanalbehandlung ist dann unumgänglich.
Ganzheitliche Zahnmedizin Zahnärztliche Behandlungsweise unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es wechselseitige Beziehungen zwischen Zähnen, Mundraum und dem gesamten Organismus gibt.
Gebiss Gesamtheit der Zähne von Ober- und Unterkiefer. Das Milchgebiss umfasst 20 Zähne, das bleibende Gebiss 32 Zähne (inklusive der Weisheitszähne)
Gebissanomalien jede Abweichung des Gebisses von der Norm (hinsichtlich Form, Funktion und Ästhetik)
Gelenkbahn Bewegungsbahn des Gelenkköpfchen des Kiefergelenkes bei den Bewegungen des Unterkiefers
Gerüst Grundstruktur/ -gerüst (->
Zirkoniumdioxidkeramik oder Metall) vor der Verblendung mit Kunststoffen oder Keramiken
Gerüstanprobe Anprobe zur Überprüfung der Passgenauigkeit und Funktion des Gerüstes. ->
Gerüst
Geschiebe Geschiebe Halteelement/ Verbindungselement für Zahnersatz
Geschiebe finden Ihren Einsatz bei festsitzendem (Brücke, selten) oder auch herausnehmbaren Zahnersatz (sog. kombinierter Zahnersatz oder
Geschiebeprothese). Ein Geschiebe besteht immer aus zwei Teilen: Der eine Teil ist an der Krone des Restgebisses fest verankert (Matrize) und der andere Teil ist fest mit dem herausnehmbaren Teil verbunden (Patrize). Matrize und Patrize passen genau ineinander und halten durch Haftreibung.
Gesichtsbogen Gerät zur Übertragung der Relation von Kiefergelenk und Zahnreihen in einen Artikulator, so dass die Bewegungen der Kiefer außerhalb des Patientenmundes mit Hilfe von Modellen simuliert werden können. Bei der ->
Funktionsanalyse werden zusätzlich die ->
Gelenkbahnen der Kiefergelenke auf den Artikulator übertragen.
Gingiva (Zahnfleisch) Man versteht darunter den unverschieblichen Teil der Mundschleimhaut, die das Parodontium zur Zahnkrone hin abschließt. Sie liegt wie eine Manschette um den Zahnhals eines Zahnes.
Gingivitis oberflächliche Entzündung des Zahnfleischsaumes, die zur ->
Parodontitis führen kann. Sie beginnt in der Regel als eine akute Entzündung des Zahnfleischsaumes mit Rötung, Schwellung und Blutung. Ursache können neben bakteriellen Belägen auch mechanische oder thermische Einflüsse sein. Sofern bakterielle Beläge die Ursachen sind, geht die Akute Gingivitis innerhalb weniger Tage in eine chronische Entzündung über. In wenigen Fällen kann die Gingivitis auch in den geschwürigen Zerfall der Zahnfleischoberfläche (ANUG) übergehen.
Glossitis (Zungenentzündung) Sie tritt akut in Verbindung mit Schleimhautentzündung bei Infektionskrankheiten auf. Sie kann auch die Folge von Verletzungen oder einer Abwehrschwäche sein.
Gnathologie Lehre vom Zahnreihenschluss
Goldgussinlay althergebrachte aber immer noch übliche Form der laborgefertigten ->
Einlagefüllung; Vorteil: z.T. hohe Haltbarkeit und Verweildauer, Nachteil: im sichtbaren Bereich der Mundhöhle nicht optimale Ästhetik möglich und keine Stabilisierung des Zahnes (->
Keramikinlay)
Granulom Knötchenförmige Gewebeveränderung infolge chronisch-entzündlicher oder allergisch infektiöser Prozesse
Gruppenprophylaxe Vorbeugemaßnahmen, die größere und kleinere Gruppen, z.B. Schulen oder Kindergärten, erreichen
H
Haarrisse (->
Schmelzsprung)
Habits Gewohnheiten (Ausdruck aus der Kieferorthopädie) Bei schlechten Angewohnheiten, die vor allem bei Kindern in Form von Daumenlutschen, Lippensaugen, Lippenbeißen, Fehlfunktionen der Zunge auftreten, kann es zu Stellungsanomalien der Zähne kommen.
Halitosis Halitosis ist eine Bezeichnung für Mundgeruch. Man kann davon ausgehen, dass in etwa 80-90 % der Fälle die Ursache für die Halitosis im Bereich der Mundhöhle zu suchen ist. Geruchsquelle sind anaerobe gramnegative Keime, die organische Substanzen aus Speichel, Nahrungsresten, abgeschilferten Epithelzellen, Blut usw. zu flüchtigen chemischen Verbindungen abbauen. Aber auch Erkrankungen der Atem und Luftwege oder auch Medikamenteneinnahme können für den unangenehmen Geruch verantwortlich sein.
Hämatom (Bluterguss) eine umschlossene Blutmasse außerhalb der Blutgefäße, welche durch Blutaustritt aus dem Gefäß ins Gewebe entsteht.
Halteelemente Verankerungselemente bei ff-> herausnehmbarem Zahnersatz (Prothesen), um den Sitz mit Hilfe der vorhandenen Zähne zu stabilisieren (z.B.: Doppelkronensysteme wie Teleskopkronen, Geschiebe oder auch Klammern)
Hepatitis Leberentzündung, meist hochinfektiöse durch Viren verursachte Form mit Leberzerstörung.
Herausnehmbare Brücke (eine Brücke die auf den Pfeilerzähnen mit Teleskopkronen verankert ist. Sie kann vom Patienten zur optimalen Mundhygiene selbst herausgenommen werden. Unter
bedingt abnehmbaren Brücken versteht man Brücken, die an den Pfeilerzähnen verschraubt sind und nur in einer zahnärztlichen Praxis entfernt werden können.
Herausnehmbarer Zahnersatz Zahnersatz, der aus dem Mund des Patienten zur regelmäßigen Reinigung genommen werden kann. Es besteht keine feste Verbindung zu u.U. noch vorhanden Zähnen. Man unterscheidet Prothesen ohne Halteelemente wie ->
Totalprothesen, und Teilprothesen, die mit Halteelementen an den noch vorhandenen Zähnen befestigt werden ->
Teleskopprothesen, ->
Geschiebeprothesen, ->
Klammerprothesen, ->
herausnehmbare Brücken. Grundsätzlich sollten die letzten festen und Karies-freien Zähne so lange wie möglich erhalten bleiben. Sie sind für den Halt und den Sitz von Prothesen wichtig, weil Sie den Kaudruck elastisch abzufangen vermögen. Das gilt besonders für Prothesen im Unterkiefer.
Als Prothesenmaterial ist Kunststoff am zweckmäßigsten. Die Zähne sollten aus abriebfestem Kunststoff sein. Porzellanzähne sehen zwar den echten verblüffend ähnlich, sind aber durch Bruch eher gefährdet als Kunststoffzähne und klappern außerdem beim Zusammenbeißen oft. (Bruchgefahr z.B. im Waschbecken---unbedingt vor dem Herausnehmen ein Handtuch zum Schutz auslegen)
Herddiagnostik Diagnostischer Ansatz zum Ausschluss entzündlicher Geschehen im Mund-, Kiefer- Gesichtsbereich. Chronische Entzündungen können die Ursache für Zweiterkrankungen sein. (->
Ganzheitliche Zahnmedizin)
Horizontaler Knochenabbau Form des Knochenabbaus von der Krone zu den Wurzelspitzen (z.B. bei Parodontalerkrankungen), Mit dem Knochenabbau verlieren auch die Zähne ihren Halt im Knochen. (->
vertikaler Knochenabbau, ->
Parodontitis)
Hypertonie Jede die Norm überschreitende andauernde Steigerung des Blutdrucks
Hypnose Künstlich durch Suggestionen hervorgerufener, veränderter Bewusstseinszustand, wobei die Aufnahmefähigkeit, z.B. für die Worte des Hypnotiseurs, erhalten bleibt. Dabei ist der Hypnotisierte gleichzeitig für andere Umweltreize weitestgehend unempfänglich.
Zahnmedizinische Anwendung: Bereits vor der systematischen Entwicklung von Anästhetika wurde die hypnotische Trance zur Schmerzkontrolle eingesetzt. Durch kognitive Dissoziation vom eigenen Körper, können Teile der körperlichen Wahrnehmung ausgegrenzt werden. Unter anderem sind damit auch Zahnbehandlungen unter Hypnose schmerz- und damit auch angstfreier durchführbar. Desweiteren können über Suggestionen schädliche Gewohnheiten (Knirschen, Pressen, Nägelkauen, Daumenlutschen, Rauchen) therapiert werden.
I
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln (i.d.R. aus Titan), die in den Kieferknochen (enossale Implantate) eingedreht werden und innerhalb von 3 bis 6 Monaten in den umgebenden Knochen einheilen (Osseointegration). Sie dienen als Pfeiler für Einzelkronen, Brücken oder zur Verankerung umfangreichen ff-> festen oder -> herausnehmbaren Zahnersatzes. Auch zahnlose Patienten können auf diesem Wege Implantate als Pfeiler nutzen, um Ihrer Prothese mehr Halt und Stabilität zu geben.
Der Zahnarzt implantiert künstliche Wurzeln in den Kieferknochen, was je nach Anzahl der Implantate ein bis drei Stunden dauert. Nach einigen Monaten ->
Einheilzeit (Verwachsen des Titans mit der Knochensubstanz) wird dann vom Zahnarzt eine Abformung genommen. Auf einem Modell, der der Mundsituation entspricht wird dann der Zahnersatz (Krone, Brücke, Prothese) im zahntechnischen Labor hergestellt. Der fertige Zahnersatz wird vom Zahnarzt entweder einzementiert oder im Implantat verschraubt, was ein bedingtes Herausnehmen durch den Zahnarzt zwecks Kontrolle oder Reinigung ermöglicht.
Individualprophylaxe individuell auf die Bedürfnisse und Probleme des Patienten ausgerichtetes Präventionsprogramm zur Vermeidung von ->
Karies und ->
Parodontitis. Individualprophylaxe ist ein häufig benutzter Begriff in der Kinder- und Jugendzahnheilkunde/ -prophylaxe
Infektionen Besiedlung eines Makroorganismus (z.B. Mensch, Organsysteme etc.) mit Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Viren, Pilze)
Inlay Zahntechnisch hergestellte Einlagefüllung zur Versorgung eines Zahndefektes. Das Inlay kann aus Keramik oder Gold bestehen und stellt eine sehr hochwertige und dauerhafte Alternative zu den äußerst umstrittenen Füllungen aus Amalgam dar.
Interdentalbürstchen kleine Bürstchen zur Reinigung der schwer zugänglichen Zahnzwischenräume
Interimsprothese darunter versteht man eine herausnehmbare Teilprothese, die nur als temporäre Versorgung bis zur Fertigstellung und Eingliederung des definiten Zahnersatzes dient und meist mit handgebogenen Drahtklammern versehen ist.
Interim-Zahnersatz Als Interims-Zahnersatz wird ein temporärer Zahnersatz bezeichnet, der nur eine zeitlich begrenzte Lösung als Funktionsersatz bis zur Eingliederung der definiten Versorgung darstellt.
Invisalign Kieferorthopädisches Behandlungskonzept mit ->
Aligner
K
Karies Vorgang und das Ergebnis der Zerstörung von Zahnhartsubstanz durch Säure, die unter Beteiligung von Bakterien aus Zucken in Zahnbelägen (->
Plaque) entsteht.
Keramik Im Dentallabor vom Porzellan abgeleiteter hochwertiger feinpartikulierter Werkstoff, mit dem die Rekonstruktion eine farbechte Nachbildung der individuellen Zahnfarbe erhält.
Keramikinlay Hochwertige und ästhetisch optimale Technik der Einlagefüllung (wahlweise computergefräst oder labortechnisch erstellt ->
Cerec). Der Vorteil liegt in der Substanzschonung und vor allem auch in der optimalen Ästhetik.
Kieferknochen Ober-(->
Maxilla) und Unterkiefer (->
Mandibula), in ihnen sind die Zähne über den Faserapparat aufgehängt.
Klammerprothese darunter versteht man herausnehmbare Teilprothesen mit handgebogenen Drahtklammern, die am Restzahnbestand verankert sind und als Übergangsversorgung geeignet sind (->
Interimsprothese).
Knirscherschiene ->
Kunststoffschiene zur Vermeidung der Folgen des ->
Bruxismus (Überempfindlichkeit von Zähnen, ->
Abrasionen, Kiefergelenksbeschwerden und Muskelschmerzen)
Kofferdam Dieser Spanngummi wird vom Zahnarzt an den Zähnen mit Klammern befestigt, um den Arbeitsbereich frei von Speichel zu halten.
Komposit ->
Composite
Krone Ist ein Zahn zu sehr geschädigt, wird eine individuelle Krone als Zahnersatz angefertigt und über den Zahn gesetzt. Als Materialien für eine Krone werden in der Regel Metalllegierungen (->
Vollgußkrone), Keramik (->
Vollkeramikkrone) oder beide Materialien in Kombination (->
Verblendkeramikkrone) verwandt.
Kunststoffschiene Kunststoffschienen sind individuell im zahntechnischen Labor angefertigte Werkstücke, die u.a. zur kieferorthopädischen Regulation (->
Invisalign), zur Regulation und Therapie bei Kiefergelenksproblemen (->
Knirscherschienen), als ->
Schnarcherschiene sowie zum Bleichen von Zähnen (->
Bleaching)verwendet werden.
L
Labial zur Lippe hin gelegene Zahnfläche
Lächeln Ihr Lächeln ist uns wichtig!
Laser Durch einen dicht gebündelten, kalten Lichtstrahl mit schwacher Energie wird krankes Gewebe weitgehend antientzündlich und schmerzarm bestrahlt.
Läsion Zahnverletzungen durch Karies werden auch Läsionen genannt.
Lingual zur Zunge hin gelegene Zahnfläche
Lippenbändchen/Wangenbändchen darunter versteht man ein Bändchen in Unter- und Oberkiefer, die von der Wange in die Schleimhaut des Kieferknochens einstrahlen. Lippenbändchen, die im Oberkiefer sehr tief inserieren können zu einer Lückenbildung in der Front führen (->
Diasthema). In diesen Fällen kann es entfernt werden.
M
Mandibula (=Unterkiefer) Der Unterkiefer ist über das Kiefergelenk mit der Schädelbasis verbunden.
Maryland-Brücke Bei der Maryland-Brücke handelt es sich um einen minimalinvasiven Zahnersatz, um einen fehlenden Zahn zu ersetzen. Der zu ersetzende Zahn wird als Brückenglied mit kleinen Flügeln an den benachbarten Pfeilerzähnen angeklebt. Dieses Verfahren eignet sich nur eingeschränkt unter Berücksichtigung der zu erwartenden Belastung des zu ersetzenden Zahnes.
Maxilla (=Oberkiefer) Unter der Maxilla versteht man den Oberkieferknochen und auch die damit verbundenen Zähne. Die Oberkieferseitenzähne haben funktionsbedingt die größten Kauflächen und zumeist auch mehr Wurzeln als die entsprechenden Unterkieferseitenzähne.
mesial zur Zahnbogenmitte hin gerichtete Zahnfläche
mikrobiologischer Test Untersuchungsmethode zur Bestimmung der in der Mundhöhle vorliegenden Keime/ Bakterien insbesondere im Zusammenhang mit einer ->
Parodontitistherapie, um das optimale Therapiekonzept zu erstellen.
Mikrochirurgie Operativer Eingriff, der unter Zuhilfenahme einer Lupenbrille oder auch eines Operationsmikroskops durchgeführt wird. Vorteile sind die minimalinvasive gewebeschonende Vorgehensweise sowie die optimalen Möglichkeiten der Weichgewebsgestaltung vor allem im sichtbaren Bereich.
Mikroorganismen Im Zahnmedizinischen Bereich zumeist Bakterien, Pilze und Viren. Mikroorganismen sind in der Mundhöhle auch im gesunden Zustand vorhanden und können z.B. im Rahmen einer geschwächten Immunlage oder bei mangelhafter Mundhygiene zu Zahnerkrankungen führen.
Mimik Der individuelle Gesichtsausdruck durch Aktivität der Gesichtsmuskeln unterstreicht unsere gesamte Körpergestik. Gefühle wie Fröhlichkeit, Traurigkeit, Konzentration oder auch Angst werden unserem Gegenüber klar durch das Zusammenspiel der Gesichtsmuskulatur vermittelt.
Milchgebiss Darunter versteht man die erste Zahnung eines Kindes ab ca. dem 6.-8. Monat. Durch die Entwicklung der bleibenden Zähne darunter, werden die Milchzahnwurzeln "angefressen" und die Kinderzähne fallen aus. Mit dem 6. Jahr brechen dann die bleibenden Zähne durch.
Milchsäure Dieses Stoffwechselprodukt entkalkt den Zahn und kann Karies auslösen. Es entsteht durch Milchsäurebakterien aus Zucker. Ist auch in Sauerkraut oder saurer Milch enthalten.
Modell Durch Ausgießen einer ->
Abformung (meist mit einem Spezialgips) wird ein Duplikat einer Zahnreihe gewonnen. Dieses Modell dient entweder dem Dentallabor als Grundlage zur Anfertigung von ->
Restaurationen, oder einfach nur zur Beurteilung der Gebisssituation (->
Okklusion).
Modellgussprothesen Darunter versteht man herausnehmbare Teilprothesen mit gegossenen Klammern, welche an der Restbezahnung verankert sind und durch ein sehr dünnes metallisches Gaumen- oder Unterzungenband stabilisiert werden.
mukogingivale Chirurgie Technik der Zahnfleischbehandlung zur Verbesserung des kosmetischen Gesamtbildes z.B. nach Erkrankungen wie z.B. ->
Parodontitis, bei der sich das Zahnfleisch zurückzieht und so die Optik negativ beeinflusst.
Mukosa Schleimhaut; schleimabsondernde innere Auskleidung von Hohlorganen mit einer der jeweiligen Funktion angepassten Deckschicht. In der Mundhöhle wird die Feuchtigkeit der Mundschleimhaut durch Sekretion der in ihr eingelagerten kleinsten Speicheldrüsen oder durch die großen Speicheldrüsen erreicht.
Munddusche Wasserstrahlgerät
Mundflora Gesamtheit der im Mund und Rachen vorkommenden Mikroorganismen (Bakterien und Hefepilze).
Mundhygiene (Mundpflege, Zahnhygiene) als Oberbegriff und Sammelbezeichnung für alle hygienischen (reinigenden) Maßnahmen innerhalb der Mundhöhle: Eine richtige Mundhygiene gliedert sich in professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt (->
PZR) und die häusliche Mundhygiene. Für die optimale häusliche Mundpflege stehen als Hilfsmittel Zahnbürsten, -pasten, -seide und andere Zwischenraumpflegemittel, sowie Zungenbürsten zur Verfügung.
N
Nachblutung Komplikation nach einem zahnärztlich-chirurgischen Eingriff, kann in den meisten Fällen durch Aufbeißen auf einen Tupfer oder ein sauberes Stofftaschentuch gestoppt werden.
Nachsorge Unter der Nachsorge werden alle Maßnahmen erfasst, die zum Erhalt des Behandlungserfolges dienen. So gehören zum Beispiel bei der Parodontitisbehandlung regelmäßige und engmaschig terminierte professionelle Zahnreinigungen (->
PZR) dazu.
Nanohybrid-Composite Darunter versteht man Füllungskunststoffe auf der Basis kleinster Glaspartikel im Nanobereich. Diese Kunststoffe lassen sich gut polieren für eine optimal glatte Oberfläche, haben wenig Schrumpfung und zugleich eine optimale Ästhetik.
O
Okklusion "Zusammenbiss", "Kauberührung" der Ober- und Unterkieferzähne,
Onlay Als Onlay wird ein teilweiser, die Zahnkrone ersetzender Auflage-Zahnersatz bezeichnet, der die Höckerspitzen des Zahnes gerade überdeckt. Es kann aus einer Gold-Legierung, Keramik oder Kunststoffen gefertigt sein.
Operationsmikroskop Das Operationsmikroskop dient im Zuge von Wurzelkanalbehandlungen, mikrochirurgischen Eingriffen etc. der Erkennung und Darstellung sehr kleiner Strukturen. Durch die optische Vergrößerung kann der Zahnarzt gewebeschonender arbeiten.
Orthopanthomogramm (OPG) Bei einem OPG werden sowohl der Unter- als auch der Oberkiefer gemeinsam auf einem Röntgenbild darstellt. Sie wird oft zur Beurteilung der Gesamtkiefersituation, der Knochenverhältnisse in den beiden Kiefern und für die Beurteilung der Weisheitszähne verwendet.
Overlay Als Overlay wird ein teilweiser, die Zahnkrone ersetzender Auflage-Zahnersatz bezeichnet, der die Höckerspitzen des Zahnes voll überdeckt. Es kann aus einer Gold-Legierung, Keramik oder Kunststoffen gefertigt sein.
P
palatinal als palatinal wird die dem Gaumen zu gewandte Seite eines Zahnes bezeichnet.
Papille Teil des Zahnfleisches, der den Zahnzwischenraum ausfüllt
Parodontium (Parodont; Zahnhalteapparat, Zahnbett); Oberbegriff für ein funktionelles Zusammenspielen der Elemente des Zahnhalteapparates (Gewebestrukturen, die den Zahn ernähren, im Kiefer befestigen und bei Belastung abfedern). Es sind dies im Wesentlichen: - der Alveolarknochen - das Zahnfleisch - die Wurzelhaut (Sharpey-Fasern) und - der ->
Wurzelzement
Parodontalbehandlung "Zahnfleischbehandlung", Parodontaltherapie, "Parodontosebehandlung"; komplexe Maßnahmen zur Behandlung des erkrankten Zahnhalteapparates. Im Vordergrund steht dabei die Schaffung einer biologisch akzeptablen Wurzeloberfläche (Zerstörung des Biofilms in der ->
Zahnfleischtasche und Wurzeloberfläche) bei Erhaltung der gesunden Anteile des ->
Wurzelzements. Dies ist umso wichtiger als aus dem Wurzelzement regenerative Prozesse erwartet werden können. Unterstützend können Antibiotika, die speziell auf die vorliegende Erkrankung abgestimmt sind (->
Mikrobiologischer Test) medizinisch sinnvoll sein.
Eine Parodontitis ist nicht heilbar. Sie bedarf der regelmäßigen ->
Nachsorge.
Parodontitis, Parodontose Parodontose ist Zustand und Folge von Parodontitis, einer entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparates. Meist ausgelöst durch länger belassene Plaque (Zahnstein) mit der häufigen Folge von Zahnverlust. Die Verursacher parodontaler Erkrankungen sind neben den typischen Bakterien (Markerkeime) auch atypische Keime und Bakterien, die im Zuge einer zusätzlichen Infektion zu eitrigen Befunden führen. Ebenso können auch Pilze gefunden werden.
- aktive Zahnfleischtasche ( Parodontaltasche) Zeichen eines akuten Schubes einer Parodontitis. Klinische Symptome: Blutung bei Sondierung der -> Zahnfleischtasche, eventuell Eiterung.
- AP - Adulte Parodontitis Langsam fortschreitender Parodontitis im Erwachsenenalter.
Als Ursache werden eine nicht ausreichende Mundhygiene, lokale und systematische Faktoren angesehen. Noch bekannt als Chronische Parodontitis.
Eine regelmäßige ->
Nachsorge ist bei dieser Volkskrankheit unabdingbar.
Plaque Weiche, weißliche, schwer abwischbare klebrige Zahnbeläge auf den Zahnoberflächen; Sie bestehen hauptsächlich aus Speichelbestandteilen, Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten. Vor allem Streptokokken-Bakterien, die in der Lage sind, aus Zucker Säuren zu produzieren und damit den Zahn demineralisieren (->
Demineralisierung, ->
Karies), wandeln einen Großteil des Zuckers in lange klebrige Zuckerketten als Vorratsspeicher um. An diesen Ketten können sich immer mehr und mehr Bakterien anlagern, wobei die Plaque immer dicker und dicker wird. Bleibt diese Plaque unbehandelt durch fehlende Mundhygienemaßnahmen, entwickelt sich relativ rasch eine girlandenförmige Zahnfleischentzündung am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch ("Schmutzgingivitis") mit der Tendenz zum Übergang in eine ->
Parodontitis.
Prämolaren (=vorderer Backenzahn) Die Prämolaren sind kleiner als die hinteren Backenzähne. Pro Kieferhälfte gibt es zwei Prämolaren.
Präparation Unter der Präparation eines Zahnes versteht man die Gestaltung/ Vorbereitung eines Zahnes durch Beschleifen zur Aufnahme einer Krone, Teilkrone, Brücke oder auch Füllung.
Praxis-Gebühr darunter versteht man die in jedem neu begonnenen Quartal vom Patienten an die gesetzliche Krankenkasse zu entrichtende Gebühr von 10,- €. Sie muss bei jeder nicht zur Vorsorgeuntersuchung gehörenden Leistung vom Zahnarzt im Auftrag der gesetzlichen Krankenkasse eingezogen werden.
Prophylaxe medizinische und sozialhygienische Maßnahmen zur Verhütung von Krankheiten
Prothesen ->
Teil- und
Totalprothese
Prothetik Zahnersatzkunde; zahnärztliches Fachgebiet von der funktionellen Wiederherstellung verlorener Zähne, fehlendem Knochengewebe und der damit verbundenen kosmetischen Beeinträchtigung.
Prothesenlager Als Prothesenlager bezeichnet man die zahnlosen Bereiche im Mund eines Patienten, auf dem eine Prothese zu liegen kommen soll. Die Mundschleimhaut mit dem darunter liegenden Kieferknochen fängt die Kaufkraft auf und gibt der Prothese kaufunktionell Stabilität. Das Prothesenlager ist somit ausschlaggebend für eine optimale Funktion der Prothese.
Provisorium (PV) Ein Provisorium ist ein aus Kunststoff gefertigter Zahnersatz, der nur vorübergehend bis zur Fertigstellung und Eingliederung des definiten Zahnersatzes eine Funktion hat. Er schützt beschliffene Zähne vor thermischen und chemischen Reizen und hält die Zähne in ihrer Position
Pulpa Unter der Pulpa versteht man den im Zahninneren verlaufenden „Nerv des Zahnes“, der ihn nicht nur durch kleinste Blutgefäße mit Nährstoffen versorgt, sondern dem Menschen thermische, chemische und mechanische Reize spüren lässt. Die Pulpa des Zahnes (lateinisch: Fleisch, weiches Mark), das so genannte Zahnmark, füllt den Innenraum und die Wurzel/n des Zahnes aus. Es besteht aus einem gallertartigen Bindegewebe und einem Netz aus Blutgefäßen, Nerven und Lymphgefäßen. Diese Nerven-Gefäßbündel ziehen von der Pulpa aus zum ->
Dentin. .Die Pulpenhöhle ist zudem ausgekleidet mit Odontoblasten, die in der Lage sind, Zahnsubstanz neu zu bilden. An der Wurzelspitze befindet sich die engste Stelle der Pulpa (Foramen apikale): Es ist die Zufluss- und Versorgungsöffnung des Zahnes für die Pulpa.
Pulpitis Zahnmarkentzündung, Zahnnerventzündung; Bei der Zerstörung des ->
Zahnschmelzes durch Säuren dringen Bakterien in das darunter liegende ->
Dentin und wandern bis zum Nerv vor. Dadurch kann sich der Nerv entzünden und für Schmerzen sorgen. Diese Entzündung der Pulpa wird als Pulpitis bezeichnet.
PZR (Professionelle Zahnreinigung) Dient der Prophylaxe und Vorbeugung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Das Intervall zwischen den Sitzungen wird individuell festgelegt, empfohlen wird ein Intervall von 6 Monaten. Bei der PZR werden die im Mund alle – auch die nur schwer zu erreichenden - Stellen gereinigt. Feste und weiche Ablagerungen werden entfernt, Bakterien aus den ->
Zahnfleischtaschen entfernt und die Zahnoberflächen poliert und fluoridiert. Darüber hinaus wird der Patient motiviert, instruiert und aufgeklärt.
professionelle Zahnreinigung ->
PZR
Q
Quecksilber lat.: Hydrargyrum, etwa: "flüssiges Silber"; chem. Element, welches bei Raumtemperatur flüssig ist und teilweise - für den Organismus giftig - durch Verdampfung in die Atemluft übergeht. Seine Legierungen mit anderen Metallen werden als Amalgame bezeichnet.
Quadrant Das menschliche Gebiss ist in vier Bereiche, so genannte Quadranten aufgeteilt.
1. Quadrant = rechte Hälfte des Oberkiefers
2. Quadrant = linke Hälfte des Oberkiefers
3. Quadrant = linke Hälfte des Unterkiefers
4. Quadrant = rechte Hälfte des Unterkiefers
R
Randschluss Unter Randschluss versteht man den Abstand zwischen einem Zahn und dem ihn bedeckenden Zahnersatz (Brücken, Kronen, Teilkronen etc.). Grundsätzlich wird aus parodontalen und kariesprophylaktischen Gründen eine maximale Randspaltbreite von 50 Mikrometer angestrebt (die durchschnittliche Größe der "normalen" Bakterien liegt zwischen 1 und 10 Mikrometern). Der Langzeiterfolg von Kronen und Brücken wird ganz wesentlich vom Abschluss des Restaurationsrandes bestimmt. Idealerweise sollte hier ein fugenloser Übergang zwischen Werkstück und Zahn sein.
Raucherbelag braune Verfärbung der Zahnbeläge und des Zahnes infolge starken Tabakgenusses
Recall Erinnerung; Das Recall ist ein in Zahnarztpraxen mit Erfolg eingesetztes Erinnerungssystem, besonders bei der implantologischen, parodontologischen und prothetischen Betreuung sowie zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen (Prophylaxe). In vielen Studien ist belegt, dass eine regelmäßige Kontrolle erheblich zu dem Erfolg einer zahnärztlichen Maßnahme beiträgt.
Remineralisation Durch die Wiedereinlagerung von Mineralien in den angegriffenen Zahnschmelz wird dieser wieder repariert. Dieser Prozess wird durch die Verwendung von fluoridhaltigen Pflegeprodukten unterstützt. (->
Demineralisation)
Restauration Unter einer Restauration versteht man eine zahnärztliche Versorgung von defekten Zähnen und Zahnlücken (Zahnersatz, Füllungen, Implantate etc.), um die Kaufunktion oder auch Ästhetik wiederherzustellen.
Röntgenbild Diagnostisches Mittel um klinisch nicht erkennbare Veränderungen aufzuspüren. Situationsbedingt werden Röntgenbilder in unterschiedlichen Größen angefertigt.
Ruheschwebelage In Ruhesituationen stehen Ober- und Unterkiefer nicht in Kontakt. In der Regel liegt zwischen ihnen ein Spalt von 2-3mm. Dieser Abstand wird als Ruheschwebelage bezeichnet.
S
Saccharose Aus Glukose und Fruktose bestehender Haushaltszucker, welcher von den Bakterien des Zahnbelages zu Milchsäure abgebaut wird und schließlich Karies auslösen kann.
Schneidezahn Bezeichnung für die meist schaufel- oder meißelförmigen Vorder- oder Frontzähne, die uns zum Abbeißen dienen.
Säureätztechnik Eine Technik, um Füllungsmaterialien (->
Composite, Kunststoffe) oder auch Restaurationen (Keramik) mit dem Zahn zu verbinden (Adhäsivtechnik). Dabei wird der Zahn mit einer Phosphorsäure angeätzt, konditioniert und mit einem Haftvermittler versehen. Durch die Säureätztechnik ist es möglich, Zähne und Füllungsmaterialien wie Composites miteinander zu verbinden und somit die Zähne zu stabilisieren. Über die Säureätztechnik werden auch ff-> vollkeramische Restaurationen dauerhaft einzugliedert. Erst durch die Säureätztechnik wurde es möglich, Zähne substanzschonend und ästhetisch ansprechend zu versorgen.
Sanierung Gebisssanierung; Oberbegriff für die Durchführung aller zahnärztlich notwendigen Maßnahmen (Extraktionen, Füllungen, Zahnersatz, Rekonstruktionen, parodontologische Maßnahmen etc.) in einem behandlungsbedürftigen Gebiss
Schiefstellungen eine vom harmonischen Zahnbogen abweichende Stellung von Zähnen (insbesondere der Frontzähne)
Schmelz Darunter versteht man die hellweiße beinahe transparente oberste Hartsubstanz, die das ->
Dentin im Zahnkronenbereich abdeckt. Der Schmelz verleiht dem Zahn Härte zum Beißen, Schutz vor Säuren und äußeren Reizen, Ästhetik, und seine Form und Farbe. Ihn gilt es lebenslang durch gute Mundhygiene und Prophylaxe zu erhalten, da er im Leben nur einmal gebildet wurde. Sie ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers und besteht zu 97% aus Hydroxylapatit. Überdeckt das Dentin der Zahnkrone.
Schmelzsprung Feine Sprünge im Zahnschmelz, die bis in das darunter liegende Zahnbein reichen können und möglicherweise Zugang für Bakterien, Toxine und Farbstoffe bieten
Schmerz als Ausdruck eines körperlich-seelischen Geschehens, d.h., dass das Schmerzerleben nicht nur durch die Art und Schwere einer bestimmten Organschädigung, sondern auch durch die individuelle Schmerzverarbeitung bestimmt wird. Wegen der individuell höchst unterschiedlich ausgeprägten Leidensfähigkeit ist es praktisch unmöglich, Schmerzen zu messen. Die Wahrnehmung von Schmerzen als stärker oder schwächer kann durch ein vorangegangenes Schmerzereignis entscheidend beeinflusst werden.
Schnarcherschiene -> Kunststoffschiene zur Positionierung des Unterkiefers während des Schlafens, um die Schnarchgeräusche (Vibrieren des Gaumensegels) zu minimieren und Aussetzer in der nächtlichen Atmung zu vermeiden.
Schutzlacke Schutzlacke werden z.B. bei empfindlichen und/oder freiliegenden Zahnhälsen aufgetragen (Desentiziser).
Schwangerschaftsgingivitis Hormonell bedingte Zahnfleischentzündung (->
Gingivitis) während der Schwangerschaft
Sedierung medikamentöse Beruhigung eines Patienten vor zahnärztlichen Eingriffen
Sinusliftoperation Man versteht unter einer Sinusliftoperation die operative Anhebung der Kieferhöhlenschleimhaut und Einbringung von Knochen und Knochenersatzmaterialien im Oberkiefer. Dadurch wird das oft zu geringe Knochenangebot im Oberkiefer erhöht und dadurch die Möglichkeit eröffnet, ->
Implantate auch hier stabil einbringen zu können. Bei einem externen Sinuslift wird durch ein seitliches Knochenfenster die Schleimhaut angehoben und das Ersatzmaterial eingebracht. Bei einem internen Sinuslift wird lediglich die Schleimhaut durch das gebohrte Implantatbett angehoben
Sofortimplantation Einsetzen eines Implantats unmittelbar im Anschluss an die Entfernung eines (eigenen) Zahnes in die noch frische Extraktionswunde (Alveole); Haupteinsatzgebiet ist der (unfallbedingte) Verlust von Frontzähnen. Unter einer verzögerten Sofortimplantation versteht man eine zeitversetzte Implantation nach Extraktion (ca. 2-3 Monate).
Speichel Mundflüssigkeit mit zum Teil individuell unterschiedlicher Zusammensetzung. Sie dient u.a. der Befeuchtung des Mundraumes, der Immunabwehr, der Verdauung und aufgrund seiner chemischen Puffer-Fähigkeit auch der Kariesprävention.
Stiftaufbau Ein Stiftaufbau dient durch seine Verankerung im ->
Wurzelkanal bei stark zerstörten Zähnen zur stabilen „Verlängerung“ der klinischen Krone. Dadurch ist es möglich auch Zähne mit nur geringer oder instabiler Zahnhartsubstanz noch mit einer Verblend- oder Vollgusskrone zu restaurieren. Siftaufbauten sind entweder aus Keramik, Titan oder aktuell aus einer Glasfaser. In speziellen Fällen kann es erforderlich sein, den Stiftaufbau individuell aus einer Goldlegierung gießen zu lassen.
Super floss Spezielle Zahnseide mit einem Schaumstoffanteil, die der Zahnzwischen- und Brückenreinigung dient.
T
Taschentiefe (-> Zahnfleischtasche) Die Taschentiefe (besser: Sondierungstiefe) beschreibt den Abstand vom Zahnfleischrand bis zum Boden der Zahnfleischtasche in mm. Sie ist ein Indikator für den parodontalen Zustand des Gebisses.
Teilkrone Restaurationen aus Metall oder Keramik zum Ersatz tragender Zahnanteile (Zahnhöcker). Im Gegensatz zur allgemein gültigen Definition einer Teilkrone müssen bei den gesetzlichen Krankenkassen immer alle Höcker mit der Restauration abgedeckt werden.
Teilprothese Dient zur Versorgung von großen Lücken oder verkürzter Zahnreihen und wird an den natürlichen Zähnen befestigt. Dies geschieht entweder mittels sichtbarer Klammern oder klammerlos bei kombiniertem Zahnersatz. Bei Letzterem ist der herausnehmbare Teil des Zahnersatzes mit überkronten Zähnen verbunden. Verbindungselemente können Klammern, Druckknöpfe oder Anker, Stege, Riegel, Geschiebe oder Doppelkronen (->
Teleskoprothese )sein. Die Unterschiede liegen in der Haltbarkeit, dem Komfort, der Ästhetik und dem Preis und sind von der Ausgangssituation abhängig.
Teleskopprothese Doppelkrone, deren innere Krone (=Primärkrone, äußere Krone = Sekundärkrone) parallelwandig gefräst ist. Teleskope dienen der optimalen und komfortablen Verankerung von Rekonstruktionen am Restzahnbestand mittels Gleitreibung zwischen Primärkrone und Sekundärkrone.
Temporäres Implantat Dient in der Einheilphase der definitiven Implantate als Abstützung für eventuell notwendige Langzeitprovisorien. Es wird beim Einsetzen der endgültigen prothetischen Restauration entfernt.
Titan Ist ein chemisches Element, aus dem zahnmedizinische Implantate und auch künstliche Gelenke hergestellt werden. Es sind keine Unverträglichkeitsreaktionen auf Titan bekannt.
Totalprothese Eine Totalprothese ist ein eine herausnehmbare, der Schleimhaut direkt aufliegenden Prothese zum vollständigen Ersatz aller Zähne in einem Kiefer. Sie werden durch einen Saugeffekt fixiert, wobei die Kunststoffbasis der Prothese optimal auf die Gegebenheiten im Mund des Patienten abgestimmt sein muss. Da Veränderungen, vor allem der Substanzabbau, die Atrophie, im zahnlosen Kiefer zu einem schlechteren Sitz des Zahnersatzes führen, können von Zeit zu Zeit ->
Unterfütterungen an der Prothesenbasis erforderlich werden, um wieder tragbare Verhältnisse zu schaffen. Ist der Halt einer Unterkieferprothese eingeschränkt, empfiehlt sich der Einsatz von Implantaten.
U
Unterfütterung Methode, mangelhaft sitzende Prothesen durch Auftragen von Material dem Kiefer wieder genau anzupassen.
V
Veneer (Verblendschale) Es handelt sich um eine grazile Verblendschale aus Keramik, die auf den Zahn (i.R. Frontzahn) geklebt wird. Durch den nur geringen erforderlichen Substanzabtrag bei der ->
Präparation wird der Zahn weitestgehend geschont. Mittels Verblendschalen können Unregelmäßigkeiten, lokale Zahnverfärbungen, Zahnfehlstellungen und unästhetische Zahnformen ausgeglichen werden.
Verblendkrone, Verblendung Sichtbare Flächen einer Metallversorgung, z.B. Metallkrone, werden hier aus Gründen der Ästhetik mit einem zahnfarbenen Material verkleidet (verblendet).
Verfärbung Verfärbungen können verschiedene Ursachen haben. Zu ihnen gehören unter anderem Farbstoffe aus Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Cola, Rotwein oder Tabak. Ebenso kann man auch bei wurzelkanalgefüllten Zähnen eine Verfärbung beobachten. Auch einige Krankheiten oder Medikamente können die Farbe der Zähne beeinträchtigen.
Versteckte Zucker Zucker wird als billiger Rohstoff und Geschmacksaufwerter auch in solchen Lebens- und Genussmitteln eingesetzt, in denen man ihn nicht bzw. nicht in so hohem Masse vermutet. So nimmt jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr rund 25 kg „versteckten“ Zucker zu sich. „Nur“ etwa 11kg Zucker werden bewusst gegessen. Beispiele für versteckten Zucker sind Senf (9-11%), Tomaten-Ketchup(19-25%) Kakao-Instantpulver (70-80%).
vVrtikaler Knochenabbau seitlicher Knocheneinbruch an Zähnen (->
Parodontitis, ff-> horizontaler Knochenabbau)
Vollkeramische Kronen/Brücken Darunter versteht man sehr hochwertigen, sehr ästhetischen, zahnfarbenen, optimal bioverträglichen und metallfreien Zahnersatz, der durch eine spezielle und sehr harte Innenkeramikhülse (->
Zirkoniumdioxid ) stabilisiert wird.
Vollgusskrone Vollgusskronen werden komplett aus einer Legierung hergestellt. Dies kann entweder eine hochwertige Goldlegierung, eine goldreduzierten Legierung oder ein Nichtedelmetall NEM sein. Bei den günstigeren, goldreduzierten und Nichtedelmetalllegierungen kann es aufgrund von weniger edlen Metallbeimischungen unter Umständen zu Reaktionen und Allergien im Rachenraum kommen. Hochwertige hochgoldhaltige Legierungen bestehen fast nur aus Gold und Platin. Diese Legierungen sind korrosionsbeständig und gut verträglich.
Vollkeramik keramische Restaurationen ohne Metallanteil (u.a. ->
Cerec). Der Vorteil liegt in der höheren Farbtreue und Transluzenz. U.U. kann sogar der Zahnhartsubstanzabtrag geringer gehalten werden.
Vorsorgeuntersuchungen Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ist es möglich, Erkrankungen bereits im Frühstadium bestenfalls noch vor Ausbrechen zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Dadurch wird langfristig nicht nur kostspieliger Zahnersatz vermieden, es gibt dem Patienten die Möglichkeit, bis ins hohe Alter seine Zähne zu er- und behalten.
Unterstützend dazu wird eine begleitende bedarfsgerechte individuelle Prophylaxe (->
Professionelle Zahnreinigung) empfohlen.
W
Wachstumsfaktoren (genetisch hergestellt) Wachstumsfaktoren dienen der Förderung der Knochenregeneration und –neubildung (v.a. in der Parodontologie)
Weisheitszähne Alle letzten achten Zähne einer Kieferhälfte werden als Weisheitszähne bezeichnet. Oft bleiben sie im Knochen verborgen oder erreichen nur teilweise mit ihrer Kaufläche die Mundhöhle. In letzteren Fällen sind sie durch eine sie nur teilweise bedeckenden Schleimhaut schwer pflegbar und bieten ideale Schlupfwinkel für Bakterien.
Würgereiz Es handelt sich um eine reflektorische Reizung des Brechzentrums. In der Zahnheilkunde ist er bei manchen Patienten besonders bei einer ff ->
Abdrucknahme (s. Abformung) im Oberkiefer von Bedeutung. Durch bestimmte Akupunkturpunkte kann dieser ausgeschaltet werden.
Wundheilungsstörung Störungen der Wundheilung infolge von Infektionen
Wurzelkanal Kanalförmiger Hohlraum im Inneren der Zahnwurzel, der am vitalen Zahn von der Zahnpulpa (Nerven und Blutgefäße) ausgefüllt ist.
Wurzelkanalbehandlung (Endodontie) Eine Wurzelkanalbehandlung wird in den Fällen notwendig, wo der Nerv irreversibel geschädigt oder bereits abgestorben ist. Wichtiger Bestandteil einer Wurzelkanalbehandlung ist die vollständige Ausräumung und Entfernung des Gewebes aus den ->
Wurzelkanälen eines Zahnes. Der durch Spüllösungen, Medikamenten und optimalerweise durch Laser desinfizierte Wurzelkanal wird mit einer Füllung (in der Regel Guttapercha) versehen. Wichtig ist es, alle Wurzelkanäle vollständig zu erfassen. Optische Hilfsmittel wie Operationsmikroskope und stark vergrößernde Lupenbrillen sind unabdingbar.
Wurzelkanalfüllung Ausfüllung des erweiterten und desinfizierten Wurzelkanals mit Füllungsmaterialien (Guttapercha, MTA etc.) im Rahmen einer ->
Wurzelkanalbehandlung.
Wurzelspitzenresektion kurz WSR, chirurgische Kürzung der Wurzelspitze verbunden mit der Ausräumung des Entzündungsgewebes. Sie kann angezeigt sein, wenn eine konventionelle Wurzelkanalbehandlung nicht zur Ausheilung der Entzündung führt.
Wurzelzement darunter versteht man die feine Zementschicht, die dem ->
Dentin im Wurzelbereich des Zahnes aufliegt. In den Wurzelzement strahlen Fasern, die den Zahn in dem knöchernen Zahnfach befestigen, ein.
Es besteht zu 65 % aus Mineralien, zu 23 % aus einem organischen Anteil - mineralisierten kollagenen Fasern und Zementozyten - und zu 12 % aus Wasser. Die Grundsubstanz des Zahnzements ähnelt somit jener des Knochens.
Wurzelzement findet sich in vier Formen:
- Azellulär-afibillär, Schmelzoberfläche (sog. Zementinseln, Zementzungen)
- Azelluläres Fremdfaserzement (AFZ), an der zur Krone zugewandten Teil der Wurzel
- Zelluläres Eigenfaserzement (ZEZ), sog. Reparaturzement
- Zelluläres Gemischtfaserzement (ZGZ), mittleres, vor allem im Wurzeldrittel an der Wurzelspitze und zwischen den Wurzeln.
X
Xerostomie Mundtrockenheit. Verbunden mit einem chronischen Durstgefühl. Ursachen für das Auftreten einer Xerostomie können Allergien, bösartige Tumore, Medikamente (besonders Psychopharmaka, wie z.B. Antidepressiva), Strahlenbehandlungen (Radiotherapie) im Speicheldrüsenbereich und Autoimmunerkrankungen sein. Bei beeinträchtigtem Speichelfluss sind Kauen, Schlucken und Sprechen erschwert. Auch das Risiko für orale Infektionen wie Pilzerkrankungen, Parodontitis u.a. nimmt zu.
Xylitol (C5H12O5) - synonyme Bezeichnung auch Xylit oder E 967- ist ein
Zuckeraustauschstoff, der in zahlreichen Früchten und Gemüsesorten natürlicherweise vorkommt. Auch im menschlichen Körper kann Xylitol in geringen Mengen vom Stoffwechsel gebildet werden. Xylitol hat einen mit Zucker vergleichbaren Geschmack und annähernd dieselbe Süßkraft wie Zucker, d.h. ->
Saccharose. Der Kaloriengehalt ist etwa 50% geringer als bei Haushaltszucker. Xylitol beeinflusst zudem den Blutzucker- und Insulinspiegel nur geringfügig und ist somit für Diabetiker geeignet. Xylitol findet auch kariesvorbeugend Verwendung in Kaugummis.
Z
Zahnbeläge (-> Plaque)
Zahnbürste Hilfsmittel zur hauslichen Zahnpflege; man unterscheidet zwischen elektrischen und manuellen Zahnbürsten. Wesentlich ist die Art der Anwendung - bei falscher Putztechnik können nicht nur schlechte Reinigungsleistungen erreicht sondern zum Teil auch gravierende Schäden an der Schleimhaut verursacht werden.
Zahnersatz Zahnersatz ersetzt fehlende oder stark zerstörte Zähne. Man unterscheidet ff-> fest sitzenden (z.B. Kronen, Brücken), ff-> herausnehmbaren (z.B. ->
Totalprothese), implantatgetragenen und kombiniert fest sitzenden / herausnehmbaren Zahnersatz (z.B. Teleskopprothese).
Zahnfarbe Jeder Zahn hat eine individuelle Zahnfarbe, die u.a. auch von der Lage im Mund abhängig ist. Die Zahnfarbe wird vor allem bestimmt durch die Farbe des ->
Dentins und der Dicke und Transparenz des ->
Zahnschmelzes. Bei ->
Zahnersatz bestimmt und reproduziert der Zahnarzt in Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker die Zahnfarbe des Patienten individuell.
Zahnfilm Kleiner Röntgenfilm zur Anwendung in der Mundhöhle. Er ist zur Darstellung einzelner Zähne oder Zahngruppen geeignet.
Zahnfleischbluten Zahnfleischbluten ist meist Ausdruck eines entzündlich veränderten Zahnhalteapparates (->
Gingivitis, ->
Parodontitis). Oftmals ist es verbunden mit Rötung, Schwellung und auch Schmerzhaftigkeit des Zahnfleisches.
Zahnfleischtasche Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. Bei erhöhten Taschentiefen (Sondierungstiefen) ist die Selbstreinigungsfähigkeit reduziert und Bakterien können sich vermehren. Dies führt zu einer Entzündung des Zahnfleisches (->
Gingivitis) und des Zahnhalteapparates (->
Parodontitis).
Zahnfleischentzündung darunter versteht man eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleisches meist im Zahnhalsbereich. Diese schmerzhaften und blutenden Bereiche sollten nicht geschont, sondern verstärkt gereinigt werden (->
Gingivitis).
Zahnhals Der zwischen Krone und Wurzel befindliche, normalerweise von Zahnfleisch bedeckte Teil des Zahnes, an welchem sich Schmelz und Zement treffen. Freiliegende Zahnhälse können sehr empfindlich auf Kälte, Wärme, süße und saure Speisen oder Getränke reagieren.
Zahnhalsdefekte darunter versteht man keilförmige Defekte der Zahnhartsubstanzen im Bereich des Zahnhalses, welche durch zu festes Putzen, falsche Putztechniken oder auch ->
Bruxismus verursacht wurden.
Zahnkrone Die Zahnkrone ist der obere Anteil eines Zahnes. Sie ist mit Zahnschmelz bedeckt, der härtesten im menschlichen Körper vorkommenden Substanz. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch die künstliche Überkronung als ->
Krone bezeichnet.
Zahnkrankheiten Die häufigsten Zahnkrankheiten, nämlich ->
Karies und ->
Parodontitis (Parodontose), sind Infektionskrankheiten.
Zahnpasta aromatische und cremeartige Zubereitung, die die reinigende Wirkung der ->
Zahnbürste unterstützen und verbessern soll. Sie enthalten Fluoride zur Kariesprophylaxe.
Zahnpulpa Zahnmark ->
Pulpa
Zahnreinigung auch professionelle Zahnreinigung (->
PZR) genannt, dient der Entfernung des bakteriellen Biofilms auf den Zahnoberflächen. Je öfter sich der Biofilm komplett aufbauen muss, desto weniger aktive krank machende Keime sind darin. Bei der Zahnreinigung werden die Zähne gründlich von allen bakteriellen Belägen befreit - auch/besonders an Stellen, die der Patient selbst nicht erreichen kann. Dazu werden auch unzugängliche Bereiche hygienefähig gemacht. Nach einer Politur werden die Zähne je nach Infektionsgrad mit entsprechenden Lacken vor Mikroorganismen geschützt. Außerdem wird die Anwendung der notwendigen Hygienemittel demonstriert und auf „Problembereiche“ besonders hingewiesen.
Zahnschmelz Der Zahnschmelz (lateinisch-anatomisch die Substantia adamantinea) ist das härteste Gewebe im menschlichen Körper. Er ist zu 95 % anorganisch und besteht aus Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Karbonat, Eiweißen und Fetten. Mikroskopisch besteht er aus kleinen Kristallen, so genannten Schmelzprismen, wodurch er härter als Stahl ist. Chemisch gesehen besteht der Zahnschmelz überwiegend aus Hydroxylapatit [Ca5(PO4)3OH]x2. Diese Substanz ist säurelöslich.
Er zeigt dementsprechend ein Farbspektrum, das von rötlich bis blaugrau reicht. Durch die Lichtbeugung an den kleinsten Bestandteilen kommt es zu einem Schillern. Des Weiteren zeigt er eine Opaleszenz.
Zahnschmelz ist die äußerste Schicht des Zahns und liegt im Bereich der Zahnkrone dem Dentin auf. Er wird von Adamantoblasten gebildet. Zahnschmelz ist nicht von Nerven durchzogen und kann nicht wieder nachgebildet werden. Diese zwei Aspekte erklären, warum man die Zahnkaries nicht sofort spürt und warum man sie entfernen und den Zahn durch andere Materialien "reparieren" muss. Allerdings kann eine reine Schmelzkaries durch Ernährungslenkung und häufige Gabe niedrig dosierter Fluoride wieder remineralisiert werden. Erst wenn die Karies die Schmelzschicht durchbrochen hat und sich im darunter liegenden Dentin ausbreitet, ist im Sinne der minimalinvasiven Zahnheilkunde eine Füllungstherapie angezeigt.
Zahnschmuck (Brillis, Dazzlers (Goldfolie), Zahn-Tattoos, Kristallglas)
Fachgerecht angebracht behindert moderner Zahnschmuck weder beim Essen noch beim Sprechen. Selbst die Zahnpflege ist unproblematisch. Grundsätzlich wird Zahnschmuck nur oberflächlich mit einem transparenten Kunststoff aufgeklebt. Um ausreichenden Halt zu erzeugen, wird vorher der Zahnschmelz mit Säure angeraut.
Zahnseide Fäden aus Zwirn oder Seide (gewachst oder ungewachst) zur Reinigung der Zahnzwischenräume (->
Fädeln)
Zahnstein Harte Ablagerung am Zahn oder auch Zahnersatz Man findet den Zahnstein bevorzugt an den Innenflächen der unteren Schneidezähne, oder an der Wangenseite der oberen Molaren. Es ist letztendlich eine Mischung aus Speiseresten und Bakterien die durch den mineralhaltigen Speichel verkalkt worden ist. Da bereits nach wenigen Stunden aus einem anhaftenden weichen Belag (->
Plaque) Zahnstein werden kann, ist die beste Prävention immer noch regelmäßig die Zähne gründlich zu putzen und wenige Zwischenmahlzeiten einzunehmen.
Zahnsteinentfernung Ist die Beseitigung harter und weicher Beläge, die oberhalb des Zahnfleischsaumes liegen.
Zahntechniker Geschützte Berufsbezeichnung für den vor der Handwerkskammer abgeschlossenen zahntechnischen Lehrberuf mit 4-jähriger Ausbildungszeit..
Zahnwanderung Durch den Verlust von Zähnen kann es zu einer Verschiebung der Nachbarzähne kommen. Diese bewegen sich Richtung der neuen Lücke, wodurch es auch zu größeren Lücken auf der anderen Zahnseite kommen kann.
Zahnwurzeln Über die Zahnwurzeln sind die Zähne im Kieferknochen verankert.
Zement wird zeitlebens von Zementoblasten gebildet.
Zirkoniumdioxid Zirkoniumdioxid wird als Unterbau für Kronen und Brücken verwendet. Darauf wird eine kiefergelenkfreundliche weichere Keramik in der passenden Zahnfarbe aufgebrannt. Damit ist eine deutlich verbesserte Nachahmung natürlicher Zähne möglich, wie sie bei ->
Kronen und ->
Brücken mit Metallanteil nur bedingt erreichbar waren. Die Kosten sind etwas höher als die herkömmliche Art, Kronen und Brücken herzustellen (Kombination Gold-Keramik). Da Goldlegierungen in den letzten Jahren jedoch teurer geworden sind, fällt die Entscheidung heute oftmals auf Zirkoniumdioxid.
Zuckeraustauschstoffe sind in der Struktur dem Zucker ähnlich, haben einen vergleichbar hohen Brennwert (etwa gleiche Kalorienzahl) wie Zucker und eigenen sich zum Kochen und Backen. Bekannte Vertreter sind die Zuckeralkohole: Sorbit, Xylit, Mannit, Lycason, Maltit und Isomalt. Bis auf Xylit sind sie weniger süß als Zucker. Sorbit und Xylit sind für Diabetiker geeignet, da ihr Abbau im Körper Insulin-unabhängig verläuft. Zuckeraustauschstoffe werden vorwiegend zur Herstellung von Bonbons, Kaugummis, Hustensäften und Schokolade verwendet, da sie nur im geringen Umfang eine Karies auslösen können.
Zuckerersatzstoffe Süßstoff; Sie enthalten keine Kalorien, lösen keine Karies aus und sind bis zu 1000mal süßer als Zucker (temperaturabhängig) ohne allerdings dessen typischen Geschmack ersetzen zu können. Natürlich oder synthetisch hergestellt werden sie flüssig oder in Tablettenform angeboten. Sie sind für Diabetiker gut geeignet; die immer wieder erwähnten krebsauslösenden Eigenschaften konnten wissenschaftlich bisher nicht belegt werden. Bekannte Vertreter sind Saccharin, Cyclamat, Aspartam und Acesulfam-Kalium, Neohesperidin sowie Thaumatin.
Zungenreinigung Die Zungenoberfläche bietet mit seiner rauen Oberfläche eine gute Grundlage für bakterielle Beläge und Essensreste. Sie wird dadurch auch mitverantwortlich für unangenehmen Mundgeruch gemacht. Mit Zungenschabern können die Essensreste, Bakterien und auch Hautschüppchen entfernt werden.